Tabaksteuer soll erhöht werden

DPA

Berlin. Wer raucht, muss in den kommenden Jahren womöglich tiefer in die Tasche greifen als bisher. Laut Vorschlag des Bundesfinanzministeriums sollen alle Tabakwaren und ähnliche Erzeugnisse höher besteuert werden. Für den Zeitraum 2022 bis 2026 ist eine stufenweise Anhebung geplant. Pro Jahr werden für jede Packung Tabakzigaretten etwa acht Cent mehr fällig, das Steuerplus liegt damit bei circa 2,5 Prozent.

Monika Schaller vom Deutschen Krebsforschungszentrum hält das geplante Plus für zu niedrig – mindestens zehn Prozent seien nötig, um zum Ausstieg zu bewegen. Die Tabakindustrie befürchtet eine Zunahme des illegalen Handels: Jan Mücke vom Branchenverband Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse verweist auf Folgen der Steueranhebungen von 2003 bis 2005 – seither sei der Anteil geschmuggelter Zigaretten hoch geblieben.

Rund jeder vierte Erwachsene greift in Deutschland regelmäßig zur Zigarette. Derzeit kosten Markenzigaretten etwa sieben Euro pro Packung – um Kleingeld zu vermeiden, könnte es ab 2022 in Zehn-Cent-Schritten teurer werden. Für E-Zigaretten, auf die bisher nur die Mehrwertsteuer anfiel, soll ein eigener Steuertarif für nikotinhaltige Substanzen eingeführt werden.

Bild der Startseite : Nordkurier (17.05.21)

Weser Kurier 18.05.21

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