Nachhaltige Überraschung

Fair produziert, geprüfte Sicherheit: Worauf man beim Spielzeug achten sollte

KATHARINA KÖHLER

Berlin. Jetzt dauert es gar nicht mehr lange! In zwei Wochen werden unterm Weihnachtsbaum wieder Geschenkpapiere zerfetzt und Überraschungen ausgepackt. Ganz oft ist dann auch Spielzeug im Paket. Allerdings ist nicht jedes Spielzeug gleich. Manches wurde etwa nachhaltig hergestellt. Was das heißt und woran du es erkennst, erklärt eine Expertin.

Nicht immer ist Spielzeug gut für die Umwelt. Es kommt darauf an, wie es hergestellt wird.
Nicht immer ist Spielzeug gut für die Umwelt. Es kommt darauf an, wie es hergestellt wird.

Was ist nachhaltiges Spielzeug?

Wer nachhaltig lebt, will die Umwelt und andere Menschen schützen. Dabei ist es wichtig, Dinge nicht zu verschwenden. Und es geht darum, Böden, Luft und Wasser nicht zu verschmutzen. Nachhaltiges Spielzeug sei etwa stabil und könne lange benutzt werden, erklärt die Expertin Kerstin Effers. „Damit kannst dann nicht nur du selber spielen, sondern vielleicht noch deine jüngeren Geschwister.“

Ein anderes Problem bei nicht nachhaltigem Spielzeug: „Die Leute, die es hergestellt haben, verdienen oft nur ganz wenig Geld damit.“ Das meiste Spielzeug kommt aus Asien, vor allem aus dem Land China. Dort sind die Arbeitsbedingungen oft nicht so gut. „Die Leute sind nicht vor Schadstoffen geschützt und müssen oft viele Überstunden machen“, erklärt Kerstin Effers.

Woran kann man gutes Spielzeug erkennen?

Auch dafür hat die Expertin Tipps. Manches Spielzeug wird zum Beispiel bei uns in Europa hergestellt. Es gibt auch das Siegel mit den Buchstaben GS. Das steht für „Geprüfte Sicherheit“. „Da wird zumindest überprüft, ob die Gesetze, die bei uns für Spielzeug gelten, auch eingehalten werden“, sagt Kerstin Effers. Verbotene Schadstoffe etwa können dann nicht drin sein. „Nicht nachhaltiges Spielzeug erkennt man auch oft daran, dass es beim Auspacken schon stinkt.“ Auch scharfe Kanten oder schiefe Bemalung gebe es dort häufiger.

Warum ist Spielzeug oft nicht nachhaltig?

Kerstin Effers sagt: Spielzeug müsse oft vor allem billig sein. Damit der Preis niedrig bleibt, fehle dann etwa Geld für gute Materialien, gerechte Bezahlung oder sorgfältige Prüfung. Stattdessen könnte man Spielzeug auch günstig gebraucht kaufen, schlägt Kerstin Effers vor.

Dr. Kerstin Effers ist Diplom-Chemikerin und Referentin für Umwelt und Gesundheitsschutz bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-­Westfalen.

Weser kurier 13.12.20

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